1973-1978. Love & Peace & more

Der „Club“ wird bald Anreiz genug, um an den Wochenenden und in den Ferien Freunde und Freundinnen aus Graz und Wien mitzubringen. Dieser „Jugendaustausch“ steigert zusätzlich seine Attraktivität. Wobei die bis zu vierzig Leute auf zunächst nur 20m² sowie die kraftvolle Quadro-Anlage nicht immer unsere Hausgäste in der Frühstückspension begeistern.

Wir Daheimgebliebenen besuchen andererseits verstärkt unsere neuen Bekannten und die Großstadt. The Who, Pink Floyd, Leonard Cohen, später dann noch die Rolling Stones, Joan Baez, Bob Dylan – wir sind live dabei. Mit Love & Peace erreicht ein weiterer Trend den Club: Eine Shisha. Anscheinend wird damit nicht nur Erlaubtes geraucht, denn bald kommen Gendarmen und eine Vorladung der Kripo. Das Verhör ist für mich ein einschneidendes Erlebnis. Nach den Besuchen vieler Jugendbetreuer-Schulungen werde ich erstmals als Jugendarbeiter anerkannt, womit ich – im Hinblick auf eine weitere Arbeit mit Jugendlichen – die Aussagen über Herkunft und Verteilung der Drogen verweigern darf. Angesichts der drohenden Konsequenzen bekommen wir zumindest im Kellerlokal das Problem bald in den Griff. Zwei Freunde werden es letztendlich leider nicht schaffen.

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