1971. Kein Programmierer

Mein Vater erkrankt schwer, weshalb ich meinen Job bei der Firma SPAR in Graz aufgebe und in die Heimat zurückkehre. Damit ist auch meine Teilnahme an einem EDV-Lehrgang in Graz beendet und mein Traum als Programmierer ausgeträumt. Fünf Jahre bevor der erste PC auf den Markt kommt und Apple und Microsoft gegründet werden.

Mein erstes Auto, eine Citroen Ente, ist ebenfalls der Meinung, dass ich künftig wieder in Mariazell bleiben sollte – mit ihren 14 PS bringt sie mich zwar von Graz nach Hause, für eine Rückfahrt über unsere Seite des Seebergs fehlt ihr jedoch die Kraft. Nach Wien gibt es kein Problem. Folglich änderte sich auch meine Ausrichtung vom Süden in den Osten, in die Bundeshauptstadt. Mariazell verbindet mit Wien traditionell eine lange Geschichte – sei es als „Magna Mater Austriae“ der Habsburger, als „Beichtstuhl der Wiener“, als Reichsheiligtum, als einer der bedeutendsten Sommerfrische-Orte oder als Wintersport-Pionierort. Mariazell war auch immer vorne mit dabei – ob mit einer der ersten Tankstellen in Österreich außerhalb von Wien oder den Jugendstilfassaden der Jahrhundertwendehäuser, oder mit den ersten Elektrolokomotiven Österreichs auf der Mariazellerbahn. Auch mit der Musik der 70er ist es nicht anders. Nur schreibt niemand mehr einen Song über Mariazell wie etwa Joseph Haydn mit der „Mariazeller Messe“. Dafür kommen andere „High-Lights“: Drogen …

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